In vier Jahren hat sich viel verändert im Quartier!

von Dominique Hensel

Eine neue Arbeit bringt neue Kolleginnen und Kollegen, einen neuen Schreibtisch, neue Aufgaben, einen neuen Arbeitsalltag. Nicht so für die neue Quartiersmanagerin im Gebiet Pankstraße. Gesine Schulze ist nach vier Jahren wieder ins Team zurückgekehrt. Sie freut sich über ihre alte, neue Stelle.

Gesine Schulze BriefkastenQuartiersmanagerin Gesine Schulze am Briefkasten des QM-Büros. Foto: Hensel„Ich habe hier immer sehr gern gearbeitet“, sagt Gesine Schulze. Als sie mit ihrer Familie 2015 nach Flensburg gezogen ist, habe sie ihre Arbeit beim Quartiersmanagement immer ein wenig vermisst. Doch nicht nur das, ihre ganze Familie vermisste Berlin – und so ging es im August 2019 zurück. Heute wohnt Gesine Schulze in Werder an der Havel und pendelt täglich in die Prinz-Eugen-Straße.

Geplant hatte die Quartiersmanagerin ihre Rückkehr ins Team nicht. „Als ich zurück war, wollte ich einfach meine alten Kolleginnen besuchen“, sagt sie. Als sich ein paar Tage später herausstellte, dass eine Quartiersmanagerin aus dem Team ihre Stelle aufgeben und somit jemand gesucht werden würde, zögerte Gesine Schulze nicht. „Ich wurde gefragt, ob ich zurückkomme und ich habe mich sehr darüber gefreut“, sagt sie. Seit Anfang Januar ist ihr neuer Arbeitsplatz wieder der alte.

Während ihrer vierjährigen Abwesenheit, das stellte die studierte Stadt- und Regionalplanerin bereits fest, hat sich einiges verändert. „Es war spannend, zu sehen, was sich hier alles entwickelt hat. Viele alte Themen sind noch da, aber es gibt auch neue“, sagt sie. „Total markant ist, wie viel neu gebaut wird“, sagt Gesine Schulze. Damit meint sie Wohnungsneubauten. „Durch die Aufwertung des Gebiets ist außerdem der Druck auf das Gewerbe gestiegen. Bevor ich wegging, hatten wir mit Leerstand zu tun“, erzählt sie weiter. Andere Themen gehören jetzt einfach wieder zu ihrem Arbeitsalltag: Sauberkeit im öffentlichen Raum, weiterer Bedarf an Grünflächen, Bildung im Quartier.

Die wichtigen Themen im Gebiet werden im Team des Quartiersmanagements (QM) gemeinsam bearbeitet. „Wir arbeiten im Team stark gemeinsam. Wir sind kleinteilig organisiert und jede ist in alle Themen involviert“, erklärt Gesine Schulze die Herangehensweise im Team, die sie sehr schätzt. Genau das war es auch, was sie bei dem Stellenangebot nicht zögern ließ: „Die Stimmung hier ist sehr kooperativ und entspannt. Wir versuchen, uns zu unterstützen und nehmen uns auch zusammen im Team Momente, die schön sind – wie ein gemeinsames Mittagessen“.

Doch nicht nur das Arbeitsklima hat Gesine Schulze zurück ins Gebiet Pankstraße geführt, es war auch das Quartier selbst. „Das Silent Green, die Gerichtshöfe: Hier entstehen so viele Orte, die spannend sind. Ich mag zum Beispiel den Nettelbeckplatz gern, das ist eigentlich ein schöner Platz mit Potenzial“, sagt sie. Auch die Panke mag die zurückgekehrte Quartiersmanagerin. In dem städtischen Naturraum gibt es für sie viele kleine Dinge, die entdeckt werden können.

„Es ist angenehm, zurückzukommen. Zu wissen, wo alles ist und wer die Ansprechpartner sind“, sagt Gesine Schulze. Für ihre neue Zeit beim Quartiersmanagement Pankstraße hat sie sich auch persönlich etwas vorgenommen: „Ich will nicht immer die gleichen Wege von der S-Bahn zum Büro gehen. Ich will häufig Umwege machen, um mehr von der Nachbarschaft zu sehen“.