Das Quartier Pankstraße


... wurde Anfang 2002 als Quartiersmanagementgebiet eingerichtet. Wesentliche Kriterien für die Ausweisung als Quartiersmanagementgebiet waren die hohe Arbeitslosigkeit, das geringe Einkommensniveau aber auch das Engagement verschiedener Initiativen im Gebiet.

Karte ©www.profund-gmbh.de

Das rund 74 Hektar große Areal des Quartiers Pankstraße liegt im Bezirk Mitte, Ortsteil Wedding. Es erstreckt sich vom S-Bahnhof Humboldthain über die Panke und die Ringbahn am Nettelbeck­platz, weiter über die Reinickendorfer Straße bis an den Nauener Platz und mündet in einen Abschnitt nordwestlich des Nordteils des Leopoldplatzes.

Die Baustruktur des Quartiers ist heterogen. Zwar finden sich Abschnitte mit kompakter gründerzeitlicher Bebauung, der Großteil des Gebiets ist jedoch durch eine Mischung von Alt- und Neu-, Wohn- und Gewerbebauten geprägt. Im Gebiet gibt es markante Grünzüge und Plätze, z.B. den Pankegrünzug, den Nettelbeckplatz, Leopoldplatz sowie zahlreiche Spielplätze, die in der Vergangenheit aufgewertet wurden.

Adolfstrae Bemalte WandNettelbeckplatz Brunnen

Breite Verkehrstraßen, wie die Reinickendorfer- und die Pankstraße sowie der S-Bahn-Ring zerschneiden das Quartier, so dass sich kein klares Gebietszentrum definieren lässt. Prägende Elemente des Quartiers sind die Panke sowie der Leopold- und der Nettelbeckplatz. Die Anbindung an den ÖPNV ist sehr gut: angrenzend an das QM-Gebiet sind die U-Bahnhöfe Leopoldplatz, Nauener Platz und Wedding sowie die S-Bahnhöfe Humboldthain und Wedding. 2016 bis 2018 wurde ein Integriertes Verkehrskonzept für das QM-Gebiet erstellt, dass eine Konfliktanalyse und unterschiedliche Handlungsempfehlungen für den Fuß- und Radverkehr sowie die Parkraumsituation umfasst.

Im Gebiet leben ca. 17.000 Einwohner, diese Zahl ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Ein großer Teil (ca. 36%) der Bewohner*innen sind zwischen 18 und 35 Jahren alt. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund liegt bei 64%. Der Anteil der Arbeitslosen ist in den vergangenen Jahre zwar gesunken, mit 7,3% jedoch weiter vergleichsweise hoch, ebenso wie der Anteil an Bewohner*innen, die Transferleistungen beziehen (ca. 35%).

Die sozialen Einrichtungen, die schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen stehen somit vor erheblichen Integrationsherausforde­rungen. Neben sehr vielen Kitas sind im Quartier vier Grundschulen, zwei Oberschulen und eine Sprachheilschule verortet sowie Jugendfreizeiteinrichtungen und eine sich entwickelnde kulturwirtschaftliche Szene.Gemeinsam mit Bewohner*innen, dem Quartiersrat und weiteren Akteuren wurden in der Gebietskonferenz 2009 Leitbilder für die Entwicklung des Quartiers erarbeitet: "Urbane Nachbarschaften" und "Leben, Lernen und Arbeiten an der Panke".